Hello, Mary Lou – Ricky Nelson

Neu im MLB-Shop:

2015-04-23_1639

 

 

 

 

 

 

 

Spielbar ab Grundkurs 4

Hier könnt ihr euch den Song anhören und kaufen.

 

 

 

 

 

 

 

Frühlingsmeister 2015 Award – Sieger

Hallo, liebe Tastenfreunde,

unser Frühlingsmeister 2015 Award war ein schöner Erfolg. Es war wahrlich nicht einfach, seine 5 Stimmen zu vergeben.

Ich möchte allen Teilnehmern noch einmal meinen Glückwunsch aussprechen. Ihr habt alle ohne Ausnahme tolle Songs abgeliefert.

Hier noch einmal die 3 Siegersongs:

2. Platz: Dirk

2. Platz: Matthias

1. Platz: Ingrid

Liebe Grüße
Sebastian

Über sieben Brücken musst du geh’n – Peter Maffay

Monatshit Nr. 8:

Patchbay

2015-04-20_1818

Für was ist eine Patchbay gut?

Du kennst das sicherlich … Du möchtest bei deinem Verstärker einen zusätzlichen Eingangskanal belegen oder deinen PC über dein Keyboard abspielen lassen usw.
Dann ist das oftmals recht umständlich, weil man zuerst die Geräte aus dem Rack herausziehen muss oder das Keyboard von der Wand rücken muss usw.

Mit einer Patchbay ist das Schnee von gestern!

Bei einer Patchbay befinden sich auf der Vorderseite (siehe oben) und auf der Rückseite Klinkensteckdosen. (Rückseite siehe nächstes Bild)

2015-04-20_1821

 

 

Für was soll das gut sein?

Ich stecke nun zum Beispiel den linken Mainausgang meines Keyboards hinten auf die Steckdose Nr. 1 der Patchbay ein. Den rechten Ausgang auf die Steckdose Nr. 2.

Den Eingangskanal Nr. 1 meines Mischpults verbinde ich nun mit der Steckdose Nr. 3 der Rückseite meiner Patchbay. Den Kanal 2 meines Pults verbinde ich mit der Steckdose Nr. 4, den Kanal 3 mit der Steckdose Nr. 5, Kanal 4 mit Steckdose Nr. 6 usw.

Wenn ich nun mein Keyboard auf Kanal 1 + 2 meines Mischpults einstecken möchte, gehe ich einfach her und verbinde an der Patchbay auf der Vorderseite die Steckdose 1 mit der Steckdose 2 und die Steckdose 2 mit der Steckdose 4.

Dazu verwendet man kurze Klinkenkabel, die es extra für Patchbays gibt.

Möchte ich nun mein Keyboard auf den Kanal 2 und 4 meines Mischpults umstecken, stecke ich einfach den Stecker von Dose 3 auf Dose 5 um und den Stecker von Dose 4 auf Dose 6. Fertig. Ich muss also nicht hinten an meinem Mischpult die Stecker umstecken, sondern kann dieses sehr bequem an der Patchbay erledigen.

Wenn man nun noch ein zweites Keyboard und/oder einen Synthesizer mit angeschlossen hat, einen Verstärker, einen PC,  ein Mikro, Kopfhörer, Kopfhörer-Vorverstärker, vielleicht noch ein Interface und was es noch so alles gibt, dann ist so eine Patchbay ein wahrer Segen. Denn man muss niemals wieder auf den Knien unter den Tisch krabbeln, um neu zu verkabeln.

 

 

 

 

You’re My Heart, You’re My Soul – Modern Talking

2015-04-20_1714

Monatshit Nr. 86

 

 

 

 

 

 

Ich wünsche euch viel Freude beim Anhören und Nachspielen.

Liebe Grüße
Sebastian

Symmetrisch vs. Unsymmetrisch – Kabel, Eingänge Ausgänge

 

Die Begrifflichkeiten symmetrisch/unsymmetrisch finden sich beim Kauf von Kabel und auch häufig in der Beschreibung von Geräten wie Audio Interfaces oder beim Anschließen von anderem Musik Equipment im Tonstudio.

Worin liegt der Unterschied und muss mich das überhaupt interessieren?

Könnte vielleicht etwas beim Anschließen kaputt gehen?

Die Antworten folgen. Unsymmetrische Übertragung / Unbalanced Die unsymmetrische Übertragung findet vor allem im semiprofessionellem Umfeld und im HiFi grosse Verwendung. Beispielsweise ist das Instrumentenkabel mit zwei Leitern (Adern) ein ganz typischer Vertreter der unsymmetrischen Übertragung. Während die eine Ader für die Masse und die Schirmung zuständig ist, wird das Nutzsignal über die zweite Ader geschickt.

Die meisten unsymmetrischen Kabel sind als Klinkenkabel mit 6,3 mm Klinke bzw. 3,5 mm Klinke oder als Cinchkabel ausgelegt.  Es finden sich aber auch Mikrofonkabel aus billigster Herstellung mit Klinke/XLR in unsymmetrischer Ausführung.

Gerade bei der Aufnahme von Mikrofonsignalen und/oder der Verwendung von langen Kabeln ist zu beachten, dass die unsymmetrische Übertragung stark gegen Störungen von außen anfällig ist.

 

Symmetrische Übertragung / Balanced

Im professionellem Umfeld eines Tonstudios wird die symmetrische Übertragung präferiert, denn diese ermöglicht eine störungsfreie Übermittlung der Nutzsignale auch über weite Strecken hinweg. Neben den oben beschriebenen Adern “Masse” (M) und “Nutzsignal” (A) kommt bei einer symmetrischen Übertragung eine weitere Ader hinzu, die ebenfalls das Nutzsignal trägt – allerdings um 180° phasengedreht (B).

Der Trick besteht nun darin, dass ein etwaiges Störsignal auf beide Adern gleichermaßen wirkt. Bei einer Summierung der Signale A+B löscht sich durch die Phasendrehung das Nutzsignal vollkommen aus, übrig bleibt lediglich das Störsignal. So macht das natürlich noch keinen Sinn, deswegen addieren wir nicht die beiden Signale, sondern subtrahieren sie. Das Ergebnis ist das reine Nutzsignal ohne Störgeräusche, die sich durch die Subtraktion gegenseitig aufheben.

Natürlich wird das Nutzsignal durch die Aufteilung auf zwei Leiter nicht wirklich plötzlich doppelt so stark werden – wo sollte auch die Energie herkommen? Bei der Aufteilung des Nutzsignals auf zwei Adern wird es stattdessen zunächst halbiert, so dass am Ende 2 A = 2 * 1/2 Nutzsignal = 1 Nutzsignal herauskommt.

Symmetrische & unsymmetrische Kabel im Tonstudio
So gut wie jedes (bessere) Mikrofonkabel ist symmetrisch ausgelegt, wenn beidseitig ein XLR-Anschluss vorhanden ist. Klinkenkabel können je nach Typ und Anwendung sowohl symmetrisch als auch unsymmetrisch ausgelegt sein. Ein einfaches Indiz ist die Verwendung von Stereo- oder Monoklinke (zwei Leiter, symmetrisch vs. ein Leiter, unsymmetrisch).
Kommen wir mal eben zu den typischen Fragen, die immer mal wieder auftauchen.
Was passiert, wenn Du unsymmetrische Klinken in symmetrische Anschlüsse steckst?
Das ist in der Regel kein Problem, denn die Buchsen erkennen das unsymmetrische Kabel und geben ein passendes Signal aus.
Ist eine symmetrische Verkabelung also viel besser als die unsymmetrische Variante?
Im Zweifelsfall bist Du mit einer symmetrischen Verbindung immer gut beraten. Andererseits ist diese Art von Kabel meistens teurer als die unsymmetrische Variante. So lange nur kurze Wege im Tonstudio oder auf der Bühne mit den Kabeln zurückgelegt werden müssen, dürfte der technische Vorsprung keinen entscheidenden Vorteil bringen. Wenn Du aber lange Wege zurücklegen musst, dann spielen symmetrische Kabel ihre Stärken aus.
Unter dem Strich werden dir zwei unterschiedliche Toningenieure mindestens drei verschiedene Meinungen zum Thema symmetrische/unsymmetrische Kabel und Kabellänge sagen können. In vielen Fällen reicht die einfache Variante und/oder etwas Experimentierfreude.

 

 

Brummen in der Anlage

Brummen entsteht, wenn mehrere Geräte in einer Signalkette unterschiedliche Bezugspotentiale haben. Dabei geht es NUR um den Schutzleiter, nicht um Phasen, Impedanzen oder sonstwas – das hat alles nichts miteinander zu tun.
Stellen wir uns ein Gerät auf der Bühne vor, welches dort an der Steckdose angeschlossen ist, das Signalkabel führt durch den Raum bis zum Mischpult am Saalende und besagtes Mischpult ist dort an die Steckdose angeschlossen (wer lieber Studiotechnik mag, der ersetzt jetzt “Bühne” durch “Studio” und “Saalende” durch “Regieraum” – und schon passt wieder alles.
Beide Geräte haben über den Schutzleiter des Anschlusskabels Verbindung zum Schutzleiter des Stromnetzes und gleichzeitig sind sie über die Abschirmung des SYMMETRISCHEN Kabels miteinander leitend verbunden. Wenn nun zwischen dem Schutzleiteranschluss des einen Gerätes und dem Schutzleiteranschluss des anderen Gerätes ein Potentialunterschied besteht, dann fließt zwischen diesen Punkten ein Ausgleichsstrom – und der brummt. Es geht dabei nicht um große, spürbare Ströme, sondern nur um ein paar Milliampere. Die leitende Verbindung über die Schutzleiter der Geräte und die Abschirmung der Kabel bilden zudem einen geschlossenen Kreislauf und diese Schleife ist das, was man Brummschleife nennt.
Der Trick ist nun, diese Schleife aufzulösen – und das tut der Groundlift. Dieser Schalter trennt nämlich die Gehäusemasse (die mit dem Schutzleiter verbunden ist) von der Signalmasse (die mit der Schirmung der Kabel verbunden ist) und damit kann kein Ausgleichsstrom mehr fließen. Einen ähnlichen Effekt erreicht man, wenn man ein kurzes Stück symmetrisches Kabel dazwischensteckt, bei dem die Abschirmung nicht verbunden ist – auch damit kann man die Brummschleife unterbrechen. Hier wird auch klar, warum der Groundlift nur funktioniert, wenn die Signalkette symmetrisch ist – denn eine unsymmetrische Verbindung klappt ohne Masse nicht!
Eine DI-Box ist an dieser Stelle auch Unfug, sofern diese nicht mit einem Groundlift ausgestattet ist (ja, sie funktioniert, aber eigentlich tut eine DI-Box etwas ganz anderes) – denn eine DI-Box nimmt hauptsächlich eine Pegel- und Impedanzanpassung vor. Stattdessen sollte man einen Trenntrafo einsetzen, wenn das mit dem Groundlift nicht funktioniert. Solche Trenntrafos schaffen eine galvanische (also elektrisch vollständige) Trennung mittels zweier identischer Spulen auf einem gemeinsamen Kern.
Jetzt noch die Rubrik „Don´t do this at home“ – scheinbar kluge Menschen könnten auch auf die Idee kommen, den Schutzleiter eines der beteiligten Geräte einfach abzuklemmen oder abzukleben – was man früher gerne mal gemacht hat, wenn es brummte. Bitte: NICHT NACHMACHEN! Dadurch verliert die Übertragungskette ihre Schutzfunktion und im Fall eines elektrischen Defekts kann es zu tödlichen Stromschlägen kommen.
Das einfachste Mittel, diese Brummschleifen  im Wohnzimmer zu vermeiden ist … das komplette Equipment an eine einzige Steckdose mit Hilfe von Mehrfachsteckdosen anzuschließen.