Archiv der Kategorie: J1. Technisches Wissen rund um das Keys

Was ist eine Hüllkurve?

Die Hüllkurve (envelope) ist ein Mittel zur Klangformung (Modulation) bei elektronischen Musikinstrumenten.
Mit ihr bestimmst Du etwa, wie schnell ein Klang deines Keyboards in puncto Lautstärke, Filterfrequenz usw. an- und abschwellen soll (Attack & Decay).

Außerdem regelst Du das Verhalten beim Gedrückthalten und Loslassen einer Taste auf deinem Keyboard. (Sustain & Release).

Das wäre dann eine klassische ADSR-Hüllkurve wie im folgenden Bild.

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Der Hüllkurvengenerator / envelope generator

Bei vielen Synthesizern und Keyboards, die mindestens eine Hüllkurve zur Verfügung haben, befindet sich ein Bereich mit Reglern zur Gestaltung dieser Hüllkurve.
Die elektronische Schaltung oder der Code, der dahintersteckt, wird als Hüllkurvengenerator bezeichnet (»enveloge generator«, oft mit »EG« abgekürzt).

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Der Aufbau einer Hüllkurve

Zuerst sehen wir uns an, aus welchen Bestandteilen eine Hüllkurve besteht. Es gibt mehrere Arten von Hüllkurven, doch zur Verdeutlichung der Wirkungsweise betrachten wir in diesem Artikel zunächst die sogenannte ADSR-Hüllkurve – die typischste Vertreterin ihrer Gattung und ihre vier Parameter.

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Bei der graphischen Darstellung einer Hüllkurve die Zeit auf die x-Achse gesetzt.
Auf der y-Achse wird der Wert eines Parameters von seinem Minimum bis zum Maximum dargestellt.

  • A = Attack
  • D = Decay
  • S = Sustain
  • R = Release

Attack – Bestimmt, wie lange es dauern soll, bis der steigende Wert eines Parameters das Maximum erreicht.

Decay – Bestimmt, wie lange es dauern soll, bis der fallende Wert eines Parameters das Niveau des Sustains (siehe nächster Punkt) erreicht.

Sustain – Bestimmt das Niveau eines Parameterwerts, das solange konstant bleibt, bis die Taste auf deinem Keyboard losgelassen wird.
Merke: Im Gegensatz zu Attack, Decay und Release handelt es sich beim Sustain nicht um eine Zeitangabe, sondern um eine Angabe der Parameterstärke, irgendwo zwischen Mini- und Maximum.

Release – Bestimmt, wie lange es dauern soll, bis der fallende Wert eines Parameters das Minimum erreicht. Die Release-Phase beginnt, sobald die Taste losgelassen wird.

In der Regel wird stets eine neue Hüllkurve aktiviert, sobald eine Taste auf deinem Keyboard betätigt wird.

Liebe Grüße
Euer Sebastian

http://keyboard-lehrgang.com

 

 

 

Hilfsmittel zum Einspielen der Drums

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Hallo liebe Schüler,
hallo liebe Tastenfreunde,

im Semi-Profi-Lehrgang meines MASTER-Online-Lehrgangs lernen wir, Playbacks für Songs komplett selbst zu erstellen.
Das bedeutet, dass auch das Schlagzeug komplett vom Originalsong abgehört wird und in den Sequenzer/Arranger des Keyboards eingespielt wird. Es läuft also kein Style ab, sondern eine richtige live gespielte Drum-Spur, die möglichst exakt dem Schlagzeug des Originalsongs entsprechen soll.

Die Drums spielt man in der Regel über die Tastatur des Keyboards ein. Das ist nicht ganz einfach – oder sagen wir besser mal, es ist überhaupt nicht einfach. Ganz besonders schwierig ist, das Feeling der Drums richtig auf die Tasten zu bringen.

Man kann sich diese Arbeit ein wenig erleichtern, in dem man an das Keyboard Drum-Pads anschließt. Man spielt dann also die Drums nicht mehr über die Tastatur des Keyboards ein, sondern über solche Drum-Pads.
Diese Drum-Pads erzeugen selbst keine Drum-Sounds. Schlägst du mit dem Drum-Stick auf solch ein Pad, hört es sich an, als wenn du auf ein Stück Gummi schlägst.
Erst wenn du die Drum-Pads an dein Keyboard anschließt und auf jedes Pad einen entsprechenden Drum-Sound deines Keyboards routest, erklingt der entsprechende Drum-Sound, wenn du mit dem Stick auf das Pad schlägst.

Man spielt also richtig mit Drum-Sticks wie ein Drummer das Schlagzeug auf diesen Drum-Pads. Der Klang des Schlagzeugs wird dabei jedoch vom Keyboard erzeugt.  Die Tastatur wird also durch Drum-Pads ersetzt.

Ein sehr einfaches, aber sehr gutes Drum-Set ist zum Beispiel das Octapad von Roland. (siehe Abbildung oben)
Klar, hier gibt es noch unzählige Alternativen. Aber es ist ja auch immer eine Frage des Platzbedarfes (nicht jeder kann oder will sich ein Schlagzeug in die Wohnung stellen) und nicht zuletzt auch des Preises.

Liebe Grüße
Euer Sebastian

 

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Raum-Akustik … how Sound works

Hallo liebe Schüler,
liebe Tastenfreunde,

ich bin hier zufällig über ein Video gestolpert, dass ich ziemlich gut finde. Es dreht sich in diesem kleinen Video um das Thema Raumakustik. Meist findet man zu diesem Thema Videos, die oft mehr als 1 Stunde Wissen versprühen, das man dann doch als Hobby-Musiker nicht anwenden kann.  Sei es aus Design- oder aus Kostengründen.

Schaut daher mal in dieses kleine Video rein. Denn mit diesen einfachen Dingen kann man tatsächlich schon eine ganze Menge in die richtige Richtung lenken.

Übrigens … auch Vorhänge sind ganz gute akustische Elemente. Man muss ja meist in der Wohnung doch auch ein wenig auf das Design achten.

Liebe Grüße
Euer Sebastian

 

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Neu: Workshop – Der logische Aufbau des Keyboards – Sebastian Wegener

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Hallo liebe Tastenfreunde,

die meisten Keyboard-Spieler tun sich mit der Bedienung ihres Instruments unendlich schwer.

Man lernt mit der Zeit zwar, wie man dies und wie man jenes an seinem Keyboard einstellt, weil man es einfach auswendig gelernt hat. Doch ein wirkliches Verständnis, wie so ein Keyboard aufgebaut ist, ist sehr oft leider nicht wirklich vorhanden.

Ich kann mich an jedes Keyboard setzen – auch wenn ich es noch niemals zuvor in meinem Leben gesehen oder gar gespielt habe – und kann es – ohne auch nur einen einzigen Blick in die Bedienungsanleitung werfen zu müssen – auf Anhieb wunderbar so bedienen, dass ich problemlos damit sofort spielen kann.

Und das kann wirklich jeder, der den Aufbau des Keyboards versteht. Und genau diesen Aufbau erkläre ich euch in diesem Workshop auf 66 Seiten. Ich zeige euch, wie ich ein Keyboard betrachte, wie ich selbst den Aufbau des Keyboards verstehe.

Hier geht es zum Workshop.

Durch das Verständnis, wie jedes Keyboard aufgebaut ist, wirst du die Bedienungsanleitung deines Keyboards anders verstehen können. Die Dinge werden schlüssig … logisch und somit sehr viel einfacher nachvollziehbarer und verständlich.

Dein – Euer
Sebastian

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Ketron SD7 Software Update 1.1.0

Der Italienische Hersteller Ketron spendiert seinem neusten Entertainer-Keyboard SD7 ein umfangreiches Software-Update.

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Mit Version 1.1.0 erhält das auf dem Mediaplayer MIDJPRO basierende Arranger-Keyboard viele neue Funktionen und Performance-Verbesserungen. So erfolgt dank der neuen Funktion Style Single Player nun eine noch schnellere und einfachere Umschaltung zwischen Player- und Style-Mode. Über die neue Funkton Arranger Transposer lässt sich zudem ab sofort eine Transposition für Lower, Right und Style vornehmen ohne dabei das MIDI-File zu beeinflussen.

Auch Rootless Chords also Akkorde ohne Grundton werden nun vom SD7 korrekt erkannt und interpretiert. Eine Tab-Tempo-Ansteuerung via optionalem Fußpedal wurde ebenfalls implementiert.

Darüber hinaus wurden ein paar Bugs wie etwa eine Fehlfunktion bei den LED der Tasten Media, Record und Pause bereinigt.

Die Software-Aktualisierung auf Version 1.1.0 ist ab sofort für alle SD7-Besitzer  kostenlos  über die Website des Herstellers Ketron erhältlich.

 

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VPB und/oder HPB „eiert“ beim Abspielen mit Best Practice

Hallo,

wenn ihr ein VPB oder ein HPB mit Best Practice abspielt und das Playback „eiert“, bzw. klingt falsch, wenn ihr dazu mit dem Keys spielt, dann liegt es daran, dass das Playback mit 48000 Hz Sampling-Frequenz aufgenommen ist.

Best Practice verträgt das leider nicht. Best Practice kann nur Playbacks mit 44100 Hz abspielen.

Was tun?

Einfach das Playback in audacity laden. Die Spur anwählen, dann:

Menü-Punkt SPUREN > Samplefrequenz der Spur ändern

Jetzt stellt man die Samplefrequenz auf 44100 Hz ein und klickt auf OK.

Fertig.

Den Song dann abspeichern. Jetzt läuft er auch auf Best Practice.

Liebe Grüße
Sebastian

P.S.: Für alle, die es nicht wissen … audacity gibt es kostenlos im Internet. Eine tolle Software, die man als Keyboarder unbedingt  haben sollte.

NACHTRAG:
Ihr müsst ganz unten links bei audacity auch noch die Sample-Frequenz auf 44100 Hz einstellen und den Song dann abspeichern.
Erst dann funktioniert er in Best Practice.

 

Patchbay

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Für was ist eine Patchbay gut?

Du kennst das sicherlich … Du möchtest bei deinem Verstärker einen zusätzlichen Eingangskanal belegen oder deinen PC über dein Keyboard abspielen lassen usw.
Dann ist das oftmals recht umständlich, weil man zuerst die Geräte aus dem Rack herausziehen muss oder das Keyboard von der Wand rücken muss usw.

Mit einer Patchbay ist das Schnee von gestern!

Bei einer Patchbay befinden sich auf der Vorderseite (siehe oben) und auf der Rückseite Klinkensteckdosen. (Rückseite siehe nächstes Bild)

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Für was soll das gut sein?

Ich stecke nun zum Beispiel den linken Mainausgang meines Keyboards hinten auf die Steckdose Nr. 1 der Patchbay ein. Den rechten Ausgang auf die Steckdose Nr. 2.

Den Eingangskanal Nr. 1 meines Mischpults verbinde ich nun mit der Steckdose Nr. 3 der Rückseite meiner Patchbay. Den Kanal 2 meines Pults verbinde ich mit der Steckdose Nr. 4, den Kanal 3 mit der Steckdose Nr. 5, Kanal 4 mit Steckdose Nr. 6 usw.

Wenn ich nun mein Keyboard auf Kanal 1 + 2 meines Mischpults einstecken möchte, gehe ich einfach her und verbinde an der Patchbay auf der Vorderseite die Steckdose 1 mit der Steckdose 2 und die Steckdose 2 mit der Steckdose 4.

Dazu verwendet man kurze Klinkenkabel, die es extra für Patchbays gibt.

Möchte ich nun mein Keyboard auf den Kanal 2 und 4 meines Mischpults umstecken, stecke ich einfach den Stecker von Dose 3 auf Dose 5 um und den Stecker von Dose 4 auf Dose 6. Fertig. Ich muss also nicht hinten an meinem Mischpult die Stecker umstecken, sondern kann dieses sehr bequem an der Patchbay erledigen.

Wenn man nun noch ein zweites Keyboard und/oder einen Synthesizer mit angeschlossen hat, einen Verstärker, einen PC,  ein Mikro, Kopfhörer, Kopfhörer-Vorverstärker, vielleicht noch ein Interface und was es noch so alles gibt, dann ist so eine Patchbay ein wahrer Segen. Denn man muss niemals wieder auf den Knien unter den Tisch krabbeln, um neu zu verkabeln.

 

 

 

 

Symmetrisch vs. Unsymmetrisch – Kabel, Eingänge Ausgänge

 

Die Begrifflichkeiten symmetrisch/unsymmetrisch finden sich beim Kauf von Kabel und auch häufig in der Beschreibung von Geräten wie Audio Interfaces oder beim Anschließen von anderem Musik Equipment im Tonstudio.

Worin liegt der Unterschied und muss mich das überhaupt interessieren?

Könnte vielleicht etwas beim Anschließen kaputt gehen?

Die Antworten folgen. Unsymmetrische Übertragung / Unbalanced Die unsymmetrische Übertragung findet vor allem im semiprofessionellem Umfeld und im HiFi grosse Verwendung. Beispielsweise ist das Instrumentenkabel mit zwei Leitern (Adern) ein ganz typischer Vertreter der unsymmetrischen Übertragung. Während die eine Ader für die Masse und die Schirmung zuständig ist, wird das Nutzsignal über die zweite Ader geschickt.

Die meisten unsymmetrischen Kabel sind als Klinkenkabel mit 6,3 mm Klinke bzw. 3,5 mm Klinke oder als Cinchkabel ausgelegt.  Es finden sich aber auch Mikrofonkabel aus billigster Herstellung mit Klinke/XLR in unsymmetrischer Ausführung.

Gerade bei der Aufnahme von Mikrofonsignalen und/oder der Verwendung von langen Kabeln ist zu beachten, dass die unsymmetrische Übertragung stark gegen Störungen von außen anfällig ist.

 

Symmetrische Übertragung / Balanced

Im professionellem Umfeld eines Tonstudios wird die symmetrische Übertragung präferiert, denn diese ermöglicht eine störungsfreie Übermittlung der Nutzsignale auch über weite Strecken hinweg. Neben den oben beschriebenen Adern “Masse” (M) und “Nutzsignal” (A) kommt bei einer symmetrischen Übertragung eine weitere Ader hinzu, die ebenfalls das Nutzsignal trägt – allerdings um 180° phasengedreht (B).

Der Trick besteht nun darin, dass ein etwaiges Störsignal auf beide Adern gleichermaßen wirkt. Bei einer Summierung der Signale A+B löscht sich durch die Phasendrehung das Nutzsignal vollkommen aus, übrig bleibt lediglich das Störsignal. So macht das natürlich noch keinen Sinn, deswegen addieren wir nicht die beiden Signale, sondern subtrahieren sie. Das Ergebnis ist das reine Nutzsignal ohne Störgeräusche, die sich durch die Subtraktion gegenseitig aufheben.

Natürlich wird das Nutzsignal durch die Aufteilung auf zwei Leiter nicht wirklich plötzlich doppelt so stark werden – wo sollte auch die Energie herkommen? Bei der Aufteilung des Nutzsignals auf zwei Adern wird es stattdessen zunächst halbiert, so dass am Ende 2 A = 2 * 1/2 Nutzsignal = 1 Nutzsignal herauskommt.

Symmetrische & unsymmetrische Kabel im Tonstudio
So gut wie jedes (bessere) Mikrofonkabel ist symmetrisch ausgelegt, wenn beidseitig ein XLR-Anschluss vorhanden ist. Klinkenkabel können je nach Typ und Anwendung sowohl symmetrisch als auch unsymmetrisch ausgelegt sein. Ein einfaches Indiz ist die Verwendung von Stereo- oder Monoklinke (zwei Leiter, symmetrisch vs. ein Leiter, unsymmetrisch).
Kommen wir mal eben zu den typischen Fragen, die immer mal wieder auftauchen.
Was passiert, wenn Du unsymmetrische Klinken in symmetrische Anschlüsse steckst?
Das ist in der Regel kein Problem, denn die Buchsen erkennen das unsymmetrische Kabel und geben ein passendes Signal aus.
Ist eine symmetrische Verkabelung also viel besser als die unsymmetrische Variante?
Im Zweifelsfall bist Du mit einer symmetrischen Verbindung immer gut beraten. Andererseits ist diese Art von Kabel meistens teurer als die unsymmetrische Variante. So lange nur kurze Wege im Tonstudio oder auf der Bühne mit den Kabeln zurückgelegt werden müssen, dürfte der technische Vorsprung keinen entscheidenden Vorteil bringen. Wenn Du aber lange Wege zurücklegen musst, dann spielen symmetrische Kabel ihre Stärken aus.
Unter dem Strich werden dir zwei unterschiedliche Toningenieure mindestens drei verschiedene Meinungen zum Thema symmetrische/unsymmetrische Kabel und Kabellänge sagen können. In vielen Fällen reicht die einfache Variante und/oder etwas Experimentierfreude.

 

 

Brummen in der Anlage

Brummen entsteht, wenn mehrere Geräte in einer Signalkette unterschiedliche Bezugspotentiale haben. Dabei geht es NUR um den Schutzleiter, nicht um Phasen, Impedanzen oder sonstwas – das hat alles nichts miteinander zu tun.
Stellen wir uns ein Gerät auf der Bühne vor, welches dort an der Steckdose angeschlossen ist, das Signalkabel führt durch den Raum bis zum Mischpult am Saalende und besagtes Mischpult ist dort an die Steckdose angeschlossen (wer lieber Studiotechnik mag, der ersetzt jetzt “Bühne” durch “Studio” und “Saalende” durch “Regieraum” – und schon passt wieder alles.
Beide Geräte haben über den Schutzleiter des Anschlusskabels Verbindung zum Schutzleiter des Stromnetzes und gleichzeitig sind sie über die Abschirmung des SYMMETRISCHEN Kabels miteinander leitend verbunden. Wenn nun zwischen dem Schutzleiteranschluss des einen Gerätes und dem Schutzleiteranschluss des anderen Gerätes ein Potentialunterschied besteht, dann fließt zwischen diesen Punkten ein Ausgleichsstrom – und der brummt. Es geht dabei nicht um große, spürbare Ströme, sondern nur um ein paar Milliampere. Die leitende Verbindung über die Schutzleiter der Geräte und die Abschirmung der Kabel bilden zudem einen geschlossenen Kreislauf und diese Schleife ist das, was man Brummschleife nennt.
Der Trick ist nun, diese Schleife aufzulösen – und das tut der Groundlift. Dieser Schalter trennt nämlich die Gehäusemasse (die mit dem Schutzleiter verbunden ist) von der Signalmasse (die mit der Schirmung der Kabel verbunden ist) und damit kann kein Ausgleichsstrom mehr fließen. Einen ähnlichen Effekt erreicht man, wenn man ein kurzes Stück symmetrisches Kabel dazwischensteckt, bei dem die Abschirmung nicht verbunden ist – auch damit kann man die Brummschleife unterbrechen. Hier wird auch klar, warum der Groundlift nur funktioniert, wenn die Signalkette symmetrisch ist – denn eine unsymmetrische Verbindung klappt ohne Masse nicht!
Eine DI-Box ist an dieser Stelle auch Unfug, sofern diese nicht mit einem Groundlift ausgestattet ist (ja, sie funktioniert, aber eigentlich tut eine DI-Box etwas ganz anderes) – denn eine DI-Box nimmt hauptsächlich eine Pegel- und Impedanzanpassung vor. Stattdessen sollte man einen Trenntrafo einsetzen, wenn das mit dem Groundlift nicht funktioniert. Solche Trenntrafos schaffen eine galvanische (also elektrisch vollständige) Trennung mittels zweier identischer Spulen auf einem gemeinsamen Kern.
Jetzt noch die Rubrik „Don´t do this at home“ – scheinbar kluge Menschen könnten auch auf die Idee kommen, den Schutzleiter eines der beteiligten Geräte einfach abzuklemmen oder abzukleben – was man früher gerne mal gemacht hat, wenn es brummte. Bitte: NICHT NACHMACHEN! Dadurch verliert die Übertragungskette ihre Schutzfunktion und im Fall eines elektrischen Defekts kann es zu tödlichen Stromschlägen kommen.
Das einfachste Mittel, diese Brummschleifen  im Wohnzimmer zu vermeiden ist … das komplette Equipment an eine einzige Steckdose mit Hilfe von Mehrfachsteckdosen anzuschließen.

Speakon-Stecker

2015-04-13_1319Speakon Stecker sind hochqualitative Steckverbindungen, die hauptsächlich im PA-Bereich (Lautsprecher-Bereich) auf der Bühne zum Einsatz kommen.

Der Speakon-Stecker wird in die Speakon-Dose gesteckt und dann zusätzlich durch eine leichte Viertel-Drehung des Steckers im Uhrzeigersinn  gesichert. Dadurch entsteht ein besonders guter Kontakt, der gerade bei Lautsprechersystemen besonders wichtig ist.