Schülerbewertungen in der Lernkontrolle

Hallo, liebe Tastenfreunde,
liebe Schülerinnen und Schüler,

in letzter Zeit fällt uns Lehrern auf, dass sehr wenig Schüler ihre Mitschüler in der Lernkontrolle bewerten.

Das ist sehr schade … nicht darum, weil die Schüler, die den Song einstellen wenig Bewertungen erhalten … wir Lehrer und auch die Schüler mit ABL bewerten immer. Somit weiß der Schüler, was er ggf. an seinen Songs noch verbessern kann und wie er es verbessern kann.
Nein … schade ist es darum, weil ihr das Bewerten nicht erlernt. Einen Song zu bewerten bedeutet nichts anderes, als HINzuhören, was an diesem Song richtig oder falsch ist.  HINzuhören, was der Schüler, der den Song gespielt hat noch besser machen könnte oder ob alles perfekt gespielt ist. Und es bedeutet ggf. nicht zuletzt auch, seinem Mitschüler dabei zu helfen, Schwierigkeiten bei einem Song zu überwinden. Ihm noch einmal zu erklären, wie bestimmte Dinge aus der jeweiligen Lektion funktionieren.

Liebe Freunde, das HINhören muss man erlernen. Und das Werten eines Songs muss man ebenso erlernen. Es kommt die Zeit im Lehrgang, wo das HINhören zum alles entscheidenden Punkt wird. Zu hören, warum ein Song nicht so gut klingt, wie man sich das eigentlich vorstellt, zu hören, was man tun … ändern muss, damit der Song, den man spielt auch wirklich richtig gut klingt … das wird ein sehr entscheidendes Kriterium werden. Das kann man dann nicht eben mal in ein oder zwei Wochen erlernen. Nein, diese dafür notwendigen Gefühle müssen über Wochen und Monate hinweg Step by Step aufgebaut werden.

Darum bekommt ihr die Chance, schon ab GK 1 … eure Mitschüler zu bewerten. Habt den Mut, dieses auch zu tun. Auch wenn ihr in euren Bewertungen mal etwas falsch macht … das ist nicht schlimm. Denn es ist die Aufgabe des Schülers, der für seinen Song die Bewertungen erhält, zu HÖREN und seinerseits wieder zu werten, was an einer Bewertung dran ist. Ob er diese ernst nehmen möchte oder nicht. Durch die ABL und Lehrerbewertungen wird er ja immer Klarheit bekommen, was tatsächlich Sache ist.

Nun werdet ihr argumentieren, dass es sehr viel Zeit kostet, Bewertungen zu machen. Da muss ich euch völlig Recht geben. Aber die Zeit ist optimal investiert. Ihr müsst ja nicht jeden Song bewerten. Aber pro Woche 1 oder 2 Songs bewerten … das liegt bei jedem drin. Wählt dann aber bitte nicht immer denselben Schüler aus, den ihr bewertet. Macht das per Zufall. Denn so lernt ihr mehr.

Ich kann es euch nur ans Herz legen … stellt eure Songs in die Lernkontrolle ein und bewertet zumindest hin und wieder einen Song eurer Mitschüler. Es ist wichtig … für euch selbst.

Jeder Schüler kann jeden Song seiner Mitschüler bewerten. Selbst wenn ihr einen Song selbst noch nicht spielen könnt, könnt ihr eure Eindrücke dazu schreiben. Perfekt könnt ihr euren Mitschülern dann helfen, wenn ihr einen Song schon selbst gelernt habt und diesen schon richtig gut spielen könnt.

Wird euer Song von euren Mitschülern bewertet … dann nehmt diese Bewertungen ernst. Versucht mit Hilfe dieser Bewertungen euren Song zu verbessern. Ihr lernt dadurch in der Regel mehr, als wenn ihr die Lehrerbewertung abwartet.

Warum? – Bei den Schülerbewertungen könnt ihr nicht wissen, ob das jetzt so alles genau stimmt, was euch euer Mitschüler schreibt. Und somit müsst ihr dessen Bewertung hinterfragen. Ihr müsst entscheiden, ob ihr seinen Ratschlägen folgen sollt und wollt oder nicht oder nur teilweise.
Bei den Lehrerbewertungen wisst ihr, dass euch euer Lehrer wohl keinen Mist erzählen wird. Seinem Ratschlag werdet ihr also einfach nur folgen.

Es sollte eigentlich so sein, dass ihr Schüler untereinander und miteinander einen Song soweit verbessert, dass er im Großen und Ganzen ziemlich perfekt stimmt, bis er uns Lehrern überhaupt zur Bewertung vorgelegt wird.

Wir Lehrer bewerten einen Song immer dann, wenn  3 – 4 Tage lang ein Song keine Reaktion mehr bekommen hat.  Solange ihr miteinander an einem Song noch arbeitet, halten wir Lehrer uns komplett raus. Wir lesen zwar mit, mischen uns aber in der Regel nicht ein. Denn ihr könnt nicht mehr lernen, als bei der gegenseitigen Hilfe, einen Song zu optimieren.

Liebe Grüße
Euer Sebastian

 

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2 Gedanken zu „Schülerbewertungen in der Lernkontrolle“

  1. Hallo Sebastian,

    auch ich habe es so empfunden, dass bei meinen Lernkontrollen weniger Bewertungen vorgenommen wurden. Ich frage mich, warum das so ist. Hast du eine Erklärung dafür ?

    Aufgrund deines Aufrufs habe ich mich entschlossen, nun auch andere Mitschüler zu bewerten. Viele Bewertungen scheinen mir sehr stereotyp zu sein. Das lässt mich vermuten, dass es von der Lehrgangsleitung bestimmte Vorgaben oder Empfehlungen bei der Formulierung gibt. Ist das so ?

    Viele Grüße
    Knud

    1. Hallo Knud,
      es liegt an euch Schüler selbst, welche Unterstützung ihr euch gegenseitig zukommen lassen möchtet. Ich finde es auf jeden Fall super, dass du jetzt auch deine Mitschüler bewerten möchtest. Das wird dir selbst enorm viel bringen und nur so kommt jeder zu mehr Bewertungen.

      Wir Lehrer bewerten jeden Song, der in die Lernkontrolle eingestellt wird.

      Von unserer Seite her gibt es keine Vorgabe für Formulierungen. Das wäre ja auch Quatsch. Wenn du von nun ab aber selbst auch Bewertungen machst, wirst du merken, wie schnell du dir dabei gewisse Formulierungen aneignest und auch von anderen übernimmst, weil sie dich ansprechen.

      Wichtig ist, dass die Bewertung ehrlich und konstruktiv ist … dass sie von Herzen kommt und KEINE negativen Gefühl enthält. Mehr Vorgaben gibt es nicht für euch Schüler.

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